„Vertical Farming“ - die Zukunft der Landwirtschaft?

Am Abend des 12. Septembers 2013 hatte die VDE Hochschulgruppe Dortmund zu einer zukunftsweisenden Veranstaltung geladen. Herr Prof. Dr. Kayser, Leiter des Lehrstuhls Technische Biochemie der TU Dortmund, brachte uns in seinem Vortrag „Vertical Farming“ die Probleme die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren näher. Er erläuterte uns die Zukunftstechnologie vertikale Landwirtschaft, welche einen großen Beitrag zur Lösung der Probleme geben können, an in der Welt durchgeführten Pilotprojekten, anschaulich.

So leitete Prof. Dr. Kayser folgend in das Thema und damit in den Abend ein. Einer Studie des amerikanischen Magazins „Scientific American“ zur Folge werden im Jahr 2050 etwa 80% der Menschen in urbanen Ballungsräumen leben. Um die Versorgung mit Nahrungsmitteln sicher zu stellen sind neue Lösungen in der Landwirtschaft gefragt. Mithilfe von vertikaler Landwirtschaft, soll eine tragfähige Landwirtschaft und Massenproduktion pflanzlicher und tierischer Erzeugnisse in eben jenen Ballungsräumen ermöglicht werde.

Prof. Dr. Kayser zeigt uns verschiedene Möglichkeiten dieser Landwirtschaft. So gut wie alle Möglichkeiten basieren auf Hydrokultur und vollautomatisierten Systemen, wodurch sich wiederum eine direkte interdisziplinäre Verbindung zu Elektrotechnik ergibt. Mit diesen Systemen und der Hydrokultur kann weit mehr als einmal in Jahr geerntet und somit eine gewaltige Ertragssteigerung erzielt werden.

Genannt wurden zum Beispiel Containerbauten, welche gut verstaut werden können und nur zu Erntezeiten und bei eventuellen Unstimmigkeiten, die durch etlichen verschiedenen Sensoren erkannt werden, geöffnet werden müssen. Eine andere Art des „Vertical Farming“ sind Industrieproduktionsanlagen auf mehreren Etagen. In diesen Produktionsanlagen, können die verschiedensten Erzeugnisse und Abfälle, welche auf einer Etage entstehen, auf einer anderen Etage direkt weiterverarbeitet werden.

Bislang liegt die Ernährung der Bevölkerung unter Verwendung dieser Technologie noch weit in der Zukunft. Die Pflanzen können jedoch, mithilfe der Technik, unter für sie optimal angepassten Bedingungen hochgezüchtet werden können. Dies wird gerade bei Pflanzen, welche zu Herstellung von pharmazeutischen Mitteln verwendet werden, welche bei unseren klimatischen Bedingungen nicht überlebensfähig sind und welche auf Grund von Raubabbau, an den in der Natur gewachsenen Arten, sehr selten und damit extrem teuer geworden sind, immer öfters verwendet. Somit bekommt die Entwicklung der Technologie einen immer größeren Wert und wird vor allem von Pharmaunternehmen kräftig vorangetrieben. Zusammenfassend beendete Prof. Dr. Kayser seinen Vortrag und erntete dafür großen Applaus.

Nun folgte der gesellige Teil des Abends. Die VDE Hochschulgruppe Dortmund organisierte in Zusammenarbeit mit dem Weinhaus Pallhuber eine Weinprobe. Nachdem alle einen netten Apparativ genossen hatten, konnte man sich an dem reichhaltigen Buffet stärken. Hierzu servierte das Weinhaus Pallhuber auf das Essen abgestimmte Weine. Alles in Allem kann man sagen, der Abend war gelungen. Es bildeten sich klein Gruppen aus Jungingenieuren, leitende Personen aus der Industrie sowie jungen und engagierten Studenten.

An dieser Stelle gilt der besondere Danke Lars und Tobias, welche diese interessante und anregende Veranstaltung organisiert haben.